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  • DITIB darf Aleviten nicht mehr vereinnahmen.
    10-03-08

    VON: KUBILAY DEMIRKAYA


    Pressemitteilung

    "Mit türkischen Rechtsextremisten und Antisemiten gibt es für uns kein Zusammengehen“


     

    Alevitische Gemeinde Deutschland erwirkt einstweilige Verfügung gegen DITIB.

     

    DITIB darf Aleviten nicht mehr vereinnahmen.

     

    Sachverhalt:

    DITIB hat am 16.01.08 auf ihrer Internetseite www.ditib.de eine gemeinsame Presseerklärung mit türkischen islamistischen, rechtsextremistischen und antisemitischen Migrantenverbänden veröffentlicht. Hierbei wurde angegeben, dass eine „Vereinigung Alevitischen Gemeinde Deutschland“ diese Presseerklärung mit unterzeichnet hat. Die Alevitischen Gemeinde Deutschland hatte die DITIB mehrfach aufgefordert diese falsche Tatsachenbehauptung zu unterlassen und den Namen der Alevitischen Gemeinde Deutschland von der Liste der Unterzeichner dieser Presseerklärung zu streichen. DITIB erklärte, dass eine solche alevitische Organisation als "e.V." existiere und diese Presseerklärung unterzeichnet habe. Die Alevitischen Gemeinde Deutschland erwirkte eine einstweilige Verfügung gegen die DITIB in der Verfügt wird, dass DITIB den Namen „Vereinigung Alevitische Gemeinde Deutschland“ von der Liste der Unterzeichner ihrer Presseerklärung zu streichen.

     

    Die Regierung Erdogan und ihre Auslandsorganisation DITIB versuchen nach wie vor die Aleviten für sich zu vereinnahmen und nach außen hin eine vermeintliche Allianz mit der Aleviten mit türkisch-islamischen Strukturen zu suggerieren.

     

    Die Alevitische Gemeinde Deutschland ist eine eigenständige, unabhängige, überstaatliche Religionsgemeinschaft in Deutschland, die sich gegen die Vereinnahmungsstrategie der türkischen Regierung und ihre Auslandsorganisationen in Deutschland wehrt.

     

    Ali Ertan Toprak: „Die Türkei und die DITIB möchten der deutschen Öffentlichkeit vorgaukeln, dass sie mit den Aleviten im „Reinen“ sind und dass man zusammenarbeitet. Hierzu bedienen sie sich einzelner „Aleviten“, die durch die Türkei begünstigt werden.“

     

    Unter der Führung der DITIB vollziehen türkische islamistische, rechtsextremistische und antisemitische Organisationen in Deutschland den öffentlichen Schulterschluss.

     

    Zu den Mitunterzeichnern der DITIB-Erklärung gehören unter anderem:

     

    ADTÜF - Föderation der Türkisch-Demokratischen Ülkücü Vereine in Europa (ehemalige Graue Wölfe Bewegung)

    ATB - Verband der türkischen Kulturvereine (ehemals ANF)

    ATIB - Türkisch Islamische Union in Europa

    IGMG - Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs

     

    Die Konrad Adenauer Stiftung kommt in einer von ihr veröffentlichten Studie zur Erkenntnis, dass die DITIB von islamistischen und radikal nationalistischen Organisationen und Parteien zunehmend unterwandert wird . Es sollen personelle Querverbindungen zur IGMG bestehen, so die KAS Studie.

     

    Es ist unter Türkischstämmigen allgemein bekannt, dass die so genannte Migrantenorganisation „ADTÜF- Föderation der Türkisch-Demokratischen Ülkücü Vereine in Europa“ als Dachverband der Grauen Wölfe die Auslandsorganisation der ultranationalistischen Partei MHP ( Partei der Nationalen Bewegung) in der Türkei ist, deren prominentes Mitglied Mehmet Ali Agca, der Papstattentäter von 1981 war. Die ADTÜF wird als Dachverband der Grauen Wölfe vom Verfassungsschutz beobachtet. Der Kölner Stadt-Anzeiger bezeichnet die Grauen Wölfe als neofaschistisch. Der Verfassungsschutz Schweiz schreibt den Grauen Wölfen über 500 politische Morde zu.

     

    Es ist unter Türkischstämmigen allgemein bekannt, dass die so genannte Migrantenorganisation „ATB- Verband der türkischen Kulturvereine“ die Auslandsorganisation der islamisch-ultranationalistischen Partei BBP (Partei der großen Einheit Partei) ist. Die Jugendorganisation der BBP „Alperen Ocaklari“ tauchte in Zusammenhang mit den Christenmorden in Maltaya, mit dem Mord an dem katholischen Priester Santorro in der türkischen Stadt Trabzon und mit dem Mord an den armenischen Journalisten Hrant Dink in den Ermittlungsakten der türkischen Justiz auf. Die BBP ist eine Abspaltung der ohnehin ultranationalistischen MHP in der Türkei. Der Vorsitzende der BBP, Muhsin Yazicioglu, ist ein in der Türkei verurteilter Mörder.

     

    Es ist unter Türkischstämmigen allgemein bekannt, dass die so genannte Migrantenorganisation „ATIB-Türkisch Islamische Union in Europa“ eine Abspaltung der ADTÜF ist. Der Gründer und „Ehrenvorsitzender“ der ATIB Musa Serdar Celebi war ebenfalls in Zusammenhang mit dem Papstattentat von 1981 über zwei Jahre in Italien inhaftiert. Celebi war stellvertretender Vorsitzender der islamisch-ultranationalistischen Partei BBP (Partei der großen Einheit Partei).

     

    Nach dem zweiten Weltkrieg hat sich in Deutschland ein gesamtgesellschaftlicher Konsens etabliert, dessen Kern ein gemeinsames Zusammengehen mit Rechtsextremisten ausnahmslos ausschließt. Zu eine glaubwürdigen Integrationsarbeit gehört auch, dass dieser Konsens von türkischen Migrantenverbänden und türkischstämmigen Politikern in Deutschland mitgetragen und mit Leben gefüllt wird.

     

    Die Alevitische Gemeinde Deutschland distanziert sich mit aller Deutlichkeit von einer Presseerklärung, deren Unterzeichner sich aus diesen türkischen rechtsextremistischen, islamistischen und antisemitischen Organisationen zusammensetzt.

     

    Ali Ertan Toprak: „Keiner soll glauben, dass die Aleviten jemals gemeinsame Sachen mit solchen Organisationen machen, deren Mentoren und Mutterorganisationen in der Türkei in zahlreich Pogrome und Morde an Aleviten und Christen verwickelt waren. Mit türkischen Rechtsextremisten und Antisemiten gibt es für uns kein Zusammengehen“

     

    Die Alevitische Gemeinde Deutschland empfindet es als befremdlich und irritierend, dass Teilnehmer des Nationalen Integrationsplanes im Bundeskanzleramt, wie z.B. die Türkische Gemeinde Deutschland und RTS die DITIB-Erklärung ebenfalls unterschrieben haben anstatt sich nicht von türkischen Extremisten zu distanzieren.

     

    Ali Ertan Toprak: „Die Türkische Gemeinde Deutschland, kann nicht auf der einen Seite jeden zweiten Tag den Rechtsextremismus in Deutschland kritisieren und gleichzeitig den öffentlichen Schulterschluss mit türkischen Rechtsextremisten, den Grauen Wölfen vollziehen“

     

    Türkischstämmige Politiker in Schulterschluss mit türkischen Grauen Wölfen. Dr. Yasar Bilgin, Vorstandsmitglied der CDU Hessen und Herr Orhan Bilen Vorstandsmitglied des Deutsch-Türkischen Forums (Arbeitskreis der CDU NRW) Hand in Hand mit den antisemitischen Grauen Wölfen.

     

    Ali Ertan Toprak: „Es kann nicht angehen, dass türkischstämmige Politiker, wie der Landesvorstandmitglied der Hessen CDU Herr Dr. Yasar Bilgin und Vorstandsmitglied des Deutsch-Türkischen Forums Herr Orhan Bilen gemeinsame Sachen mit türkischen Rechtsextremisten und Antisemiten, den Grauen Wölfen machen und dieses auch noch ohne Konsequenzen bleibt“

     

    „Jedem deutschstämmigen Politiker würde in ähnlicher Situation ein Parteiausschlussverfahren drohen. Der Eindruck, dass der türkische Rechtsextremismus in Deutschland privilegiert behandelt wird, weil sie einen so genannten Migrationsintergrund hat, ist verheerend.“

     

    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

    Büro des Generalsekretärs der AABF

     

     

     








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