Almanya Alevi Birlikleri Konfederasyonu


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    20-03-08

    VON: ISMAIL KAPLAN, BILDUNGSBEAUFTRAGTER


    Unsere beste Wünsche zum Nevruz-Fest 21.März 2008

    Nevruz und der Geburtstag von Heiligen (Hz.) Ali als Gedenkfeier der Aleviten:



     

     

    Ali als Heiliger gehört dem Glaubensbekenntnis der Aleviten: „Es gibt keinen Gott außer Gott, Mohammed ist der Gesandte Gottes und Ali ist der Freund Gottes“. Aleviten glauben, dass Ali als heilig geboren wurde und zwar im Neujahr (Nevruz), am 21. März 598 n. Ch. in Mekka. Aus diesem Grund feiern Aleviten den 21. März als den Geburtstag des Heiligen Ali.

    Ali war der Vetter des Propheten Hz. Mohammed und durch seine Ehe mit Fatima der Tochter des Propheten auch dessen Schwiegersohn. Hz. Ali und Fatima hatten zwei Söhne, Hasan und Hüseyin. Schon als Zehnjähriger soll er dem Propheten im Glauben gefolgt sein. Nach der Ermordung Othmans, der den bis dahin mündlich überlieferten heiligen Koran hatte aufschreiben lassen, wurde Ali in Medina zum vierten Kalifen gewählt. Gegen diese Wahl rebellierten Verwandte des Othman in Syrien. In den dann folgenden kriegerischen Auseinandersetzungen unterlag Ali und musste sich nach Kufa im Irak zurückziehen, wo er 661 ermordet wurde.

     

    Ali wurde schon als Einjähriger von Mohammed erzogen und er unterstützte Mohammed bei der Verkündung und Verbreitung des Ursprungsislam. Sein Gedankengut wurde später in zwei Büchern zusammengefasst: Nehc-ül Belaga und Divan-i Ali. Ali trat in seinem Leben für Gerechtigkeit und für ein unverfälschtes Wissen ein. Aus diesem Grund nennt man ihn das „Tor des heiligen Wissens“..

    Der 21. März wird in den alevitischen Gemeinden als Gedenktag gefeiert. Sie organisieren am Abend ein gemütliches Beisammensein (muhabbet) und dabei wird das Leben von Heiligen Ali und seine Lehre vorgetragen, sowie seine Bedeutung in der Gegenwart herausgearbeitet.

    Newroz als kurdisches Fest:

    Die kurdische Legende erzählt, dass Dehok, der sogar seinen Vater umbrachte, sich durch die Ermordung des damaligen Herrschers Camsid an die Macht gebracht hatte. Eines Tages wuchsen ihm zwei Schlangen aus seinen Schultern. Verzweifelt bat er Ärzte und Weisen aus dem ganzen Land um Hilfe. Einmal wurde ihm empfohlen. Er solle die Schlangen täglich mit den Gehirnen von zwei jungen Menschen füttern, das würde sie vielleicht töten. So gab Dehok seinen Wächtern den Befehl, täglich zwei junge Menschen umzubringen. Haß und Abscheu regten sich unter dem Volk, doch es war wehrlos. Dank einiger mitfühlender Wächter des Dehok, unter ihnen Ermayil und Kermayil, wurden jeden Monat 30 junge Menschen vor dem grausamen Tod bewahrt, indem man den Schlangen statt zwei Menschenhirnen ein Schafshirn und ein Menschenhirn zum Fressen gab. Hunderte mussten in die Berge flüchten. Nach dem Epos ,,Shanamey Firdewsi" bildeten diese Menschen, die die freie Luft der Berge atmeten, den möglicherweise Newroz heute se ersten kurdischen Stamm. Kawa, der bekannte Held der Newroz- Mythologie, brach eines Tages das Schweigen des Volkes und organisierte den Widerstand gegen die Despotenherrschaft. Der weitaus seltener genannte Feridun beteiligte sich ebenfalls am Volksaufstand - aus Rache, weil sein Vater dem Tyrann geopfert worden war. Und nach der ,,Shanamey Firdewsi" war er es, der Dehok umbrachte, indem er Nägel in seinen Kopf schlug, die in das Gehirn eindrangen. Die eigentliche Heldenrolle kommt jedoch Kawa zu, denn ihm gelang es, das Volk zum Widerstand zu bewegen und es so zu befreien. Der Sturz des Dehok machte der Grausamkeit und dem Leid ein Ende. Aus der Freude, diese harte Zeit überwunden zu haben und aus dem Bedürfnis heraus, dieses große Ereignis zu feiern, wurde das Newrozfest geboren.

     








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